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Jugendberufshilfen

Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Arbeitswelt

Die Jugendberufshilfe ist ein Handlungsfeld der Jugendsozialarbeit und wirkt an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe, Ausbildung und Arbeitswelt. Sie trägt unter Berücksichtung des Lebensumfeldes zur sozialen und beruflichen Eingliederung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in das Arbeitsleben bei.

Die Jugendberufshilfe richtet sich an Jugendliche mit erhöhtem Unterstützungsbedarf in der Regel im Alter von 15 bis 21 Jahren.

Die rechtliche Grundlage der Jugendberufshilfe bildet das Kinder- und Jugendhilfegesetz. Es wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, der die Persönlichkeit des Jugendlichen berücksichtigt und deutlich mehr umfasst als die Vermeidung von Arbeitslosigkeit.

Vertiefte Berufsorientierung

Das Projekt "vertiefte Berufsorientierung" wird zur Zeit an der Mittelschule Altenerding, an der Mittelschule in Wörth und an der Mittelschule am Lodererplatz in Erding durchgeführt.

Ziel und Inhalt des Projektes:
  • Fachunterricht in Arbeit - Wirtschaft - Technik (Lehrkräfte)
  • Bereitschaft des Jugendlichen außerhalb des Unterrichts sich auf dieses Projekt einzulassen
  • Die Aneignung und das Training von Kernkompetenzen für den Bewerbungs- und Ausbildungsprozess
  • Information über Ausbildungsstellen und Lehrstellenangebote als Schnittstelle zwischen Schule und Beruf
  • Enge Zusammenarbeit mit Ausbildungsbetrieben aus der Region
  • Hilfen für Eltern, die aufgrund schwieriger Situation auf dem Lehrstellenmarkt häufig überfordert sind
Die Inhalte des Programms:
  • Verbesserung des Entscheidungsverhaltens
  • Vertiefung berufs- und betriebskundlicher Kenntnisse und Erfahrungen
  • Vertiefte Eignungsfeststellung

Berufsintegrationsjahr

Ein Kooperationsprojekt als Angebot der Berufsschule Erding und der Brücke e.V. Erding für Jugendliche ohne Ausbildungsplatz

Dieses Angebot richtet sich an junge berufsschulpflichte Menschen, die keinen Schulabschluss besitzen, (noch) nicht ausbildungsfähig sind, deshalb keinen Ausbildungsplatz erhalten haben und Gefahr laufen sich aufzugeben.

Ziel des Projektes:

  • Jungen Menschen wieder einen akzeptierten Zugang zu unserer Gesellschaft zu verschaffen
  • Im Speziellen einen Zugang zu Berufen und zur Arbeitswelt zu schaffen
  • Jugendliche auf das Berufsleben vorzubereiten
  • Jugendliche möglichst in geeignete Ausbildungsstellen oder Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln
  • Jugendliche zu motivieren und zu stärken, so dass sie den Herausforderungen des Lebens angstfrei begegnen können und die Ausbildungs- und Berufsreife erlangen.

Praxisklasse

Die Chancen für Mittelschüler einen Einstieg in das Berufs- und damit in das Erwachsenenleben zu finden sind in den letzten Jahren immer schlechter geworden.

Teilweise genügt auch ein qualifizierter Mittelschulabschluß nicht mehr, um einen Ausbildungsplatz zu finden.

Migrationshintergründe, unzureichende Deutschkenntnisse und soziale Probleme verschärfen die Situation.

Um diesen Entwicklungen etwas entgegenzusetzen, wurde an der Mittelschule Erding Lodererplatz eine Praxisklasse eingerichtet, um Defizite einzelner Schüler in der bisherigen Schullaufbahn ausgleichen zu können.

Für wen ist die Praxisklasse geeignet:
  • Schüler die vor dem letzten Jahr ihres Schulbesuchs stehen
  • Schüler die derzeit keine Aussicht auf das Erreichen des Mittelschulabschlusses haben
  • Schüler, mit großen Lern- und Leistungsrückständen
  • Schüler die in das Berufsleben begleitet werden müssen

Jugend ohne Ausbildung / Arbeit

Jugend ohne Ausbildung / Arbeit richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahren, für die der Übergang von der Schule ins Berufsleben besonders erschwert ist: Jugendliche / junge Erwachsene:
  • mit Ausbildungsabbruch
  • ohne Ausbildungsstelle
  • ohne Arbeit
  • die keine Maßnahme der Arbeitsagentur besuchen oder eine solche Maßnahme abhgebrochen haben.
Jugendliche werden darin unterstützt, eine eigene berufliche Perspektive zu entwickeln und in den Schritten der Umsetzung begleitet. Das Angebot von "Jugend ohne Ausbildung" orientiert sich an der persönlichen Situation des einzelnen Jugendlichen. In einem vertrauensvollen Kontakt wird nach einer "Bestandsaufnahme" das weitere Angebot individuell vereinbart.

Konkret bedeutet dies:

  • regelmäßige Gespräche und Treffen
  • Einzelgespräche
  • Familiengespräche
  • Kontakte zu Einrichtungen und Ämtern
  • Vermittlung zu weiteren Beratungsstellen (z.B. Drogenberatung)
  • persönliche Stärken- / Schwächenanalyse
  • Unterstützung bei der Praktikumssuche
  • Unterstützung bei der Ausbildungs-, Arbeitsplatzsuche
  • Bewerbungstraining
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